Roucas Blanc
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All die zig-Male, die ich zur kitschigen Basilika Notre-Dame-de-la-Garde hinaufstieg, beeindruckte mich der Krasse Gegensatz, der sich beim bloßen Blick von oben über die Dächer der Stadt zwischen dem Süden und dem Norden offenbarte. Wie ein verkehrtes Spielgelbild der Welt, ist hier der Norden arm und der Süden reich. ( Ganz stimmt es nicht. Überall in Marseille gibt es kleine Inseln des Gegensatztes. ) Eine Reise, die jederman in Marseille unternehmen sollte, ist die Fahrt entlang der Corniche, zusammen mit der Canabière im Zentrum sicherlich die bekannteste Marseiller Straße. Die Corniche folgt dem südlichen Marseiller Küstenverlauf und bietet herrliche Blicke. Am Wochenende sind bei schönem Wetter die Straßen oft völlig verstopft mit all den Marseillais die zum "Plage du Prado" unterwegs sind. Die Anlage mit den Kiesstränden und Wiesen wurde erst relativ neu angelegt und kann mit weiter entfernten Buchten oder gar den Calanques sicher nicht mithalten, hat aber irgendwie ihren eigenen Charm...
In Roucas Blanc und den angrenzenden Vierteln, zu Füssen der Basilika und mit dem Blick zum Meer, sind die Mieten hoch, und es gibt viele Villen von denen einige über stattliche Grundstücke verfügen. In Marseiller Kriminal-Storys liegen hier die Mafiosi-Anwesen. Ob das auch wirklich so ist, weiß ich nicht. Vorstellen könnte ich es mir...




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© florian huber